Montag, 11. April 2016

Cafayate und wie es nun weiter geht!

Nach dem Ausflug nach Purmamarca, Tilcara und Humahuaca, war ich einerseits todmüde, freute mich aber andererseits bereits auf den Dienstagsausflug nach Cachi (2h südlich von Salta). Jedoch machte mir mein Magen einen Strich durch die Rechnung. Da ich die Nacht auf Dienstag zwischen Bad und meinem Bett verbrachte, entschied ich, den Ausflug nach Cachi fallen zu lassen und mich einen Tag lang im Hostel zu kurieren.



Bei neuen Kräften startete ich am Mittwoch meine Tagesreise nach Cafayate. Da es am Vortag die ganze Regenmenge des Monats April geregnet hatte waren einige Strassen noch immer überflutet. Dennoch kamen wir ohne Probleme in das knapp 2 Fahrstunden südlich von Salta liegende Cafayate. Die Fahrt dorthin hat mir enorm gut gefallen. Kaum hatten wir Salta verlassen, veränderte sich die Landschaft. Nun fuhren wir durch ein Tal von rot-orangen Felsen, begleitet von grünen Bäumen und Sträuchern. Es war erneut unglaublich, was die Natur alles schuf! Wir machten einige Male Halt, um unsere Fotos zu schiessen. Ich wäre teilweise gerne etwas länger an gewissen Orten geblieben aber die Tourführerin gab uns jeweils die uns zur Verfügung stehende Zeit vor.

Die Teufelsschlucht "Gargante del Diablo"

Am Punkt "Tres Cruces"

Schlucht zwischen Cafayate und Salta

Nochmals der Punkt "Tres cruces"

Gegen die Mittagszeit kamen wir in Cafayate an und hatten rund zwei Stunden Zeit um zu essen und uns das Städchen anzusehen. Ich tat mich mit einer jungen Frau aus Buenos Aires zusammen, da wir beide alleine unterwegs waren. Nach einem leichten Snack (ich hatte aufgrund meiner Magenverstimmung vom Vortag Zwieback zum Mittagessen mitgebracht) schlenderten wir etwas durch Cafayate. Es gab jedoch nicht viel zu sehen. Der Hauptplatz war sehr schön, mit seinem kleinen Park in der Mitte und den vielen kleinen Restaurants aber mehr war dann doch nicht zu sehen.
Vor unserer Rückreise durften wir noch in einem Weinkeller vorbeischauen und dort sowohl Weiss- als auch Rotwein probieren. Mir gefiel das Design der Flasche mehr als der Inhalt aber die Weinliebhaber um mich herum meinten, dass der Wein vorzüglich schmeckte. ;-)

Blick auf ein Restaurant am Hauptplatz in Cafayate

In Cafayate konnte man sogar Eis mit Weingeschmack probieren. Na, wer wagts?

Dieses Weingut waren wir besuchen.

Die Weisswein Version die wir probieren konnten.

Zurück in Salta wollte ich meinen letzten Abend meiner Rundreise gemütlich ausklingen lassen. Nach einem gemeinsamen Nachtessen mit den Leuten aus meinem Zimmer, ging ich mit einem der Mitarbeiter aus dem Hostel (ich habe mich während meines Aufenhaltes mit ihm angefreundet und wurde von ihm zu einem Drink eingeladen) etwas trinken.

Zurück in Buenos Aires

Gar nicht mal so müde von meinem Mittwochs Drink, trat ich - bepackt mit Souvenirs - am Donnerstag meine Heimreise per Nachtbus an. Die zwei Wochen im Norden Argentiniens und Chiles waren ermüdend aber werden für mich ein unvergessliches Erlebnis bleiben! Ich kann nicht wirklich ausdrücken, was ich alles gesehen habe. Es waren Landschaften, die ich weder fassen noch verarbeiten konnte und genau dies war es, was ich gesucht hatte! Schlussendlich war auch das alleine Herumreisen überhaupt keine Sache. Es hat alles perfekt geklappt und ich habe enorm viele Leute kennengelernt. Chilenen, Deutsche, Japaner, Australier, Argentinier und Einheimische. Schweizer habe ich nie gesehen. ;-) Ich habe enorm viel Spanisch gesprochen und auch neue Kontakte geknüpft! Ich rate allen von euch - die jemals die Möglichkeit haben, hier hin nach Südamerika zu kommen - an, sich in den argentinischen und chilenischen Norden zu begeben. Die Dinge, die ihr da sehen und erleben werdet, sind so unglaublich unterschiedlich von der Schweiz und Europa, dass es euch unbegreiflich vorkommen wird!

Die nächste Reise wartet bereits

Mein definitiver Abschied von Buenos Aires und von Argentinien, rückt nun immer näher. Denn mit der Ankunft meines Freundes Simon, morgen Montag hier in Buenos Aires, beginnt bereits mein/unser nächstes Abenteuer. Die nächsten drei Wochen stehen ganz im Zeichen der südamerikanischen Kultur. Denn nach Chile und Argentinien, werde ich zusammen mit Simon, nun die Länder Peru und Bolivien erkunden. Ich habe keine Ahnung, was uns erwarten wird aber genau das ist es, was es so spannend macht. Und mit meinen erworbenen Spanischkenntnissen fühle ich mich bereit, auch in Peru und Bolivien mit den Einheimischen zu kommunizieren. Und soweit ich gehört habe, sind deren Dialekte nicht enorm schwer zu verstehen.
Wie ich dies bereits vor meiner Solo - Reise gemacht habe, werde ich euch natürlich auch Simons und meine Reise mit Hilfe einer Karte verdeutlichen.

Etappe 1 und 2: Von Buenos Aires geht's nach Iguazú, von da aus danach nach Lima

Nach Simons Ankunft in der Hauptstadt Argentiniens, werde wir zuerst einige Tage hier in der Stadt verbringen, bevor es am Donnerstag zu den berühmten Iguazú Wasserfällen im Dreiländerecke "Argentinien - Brasilien - Paraguay" geht.

Am Sonntag verlassen wir Ost-Südamerika und begeben uns für einen Tag nach Lima, die Hauptstadt Perus (und wie man hört die beste Stadt Südamerikas, wenns ums Essen geht). Danach reisen wir in die Anden, nach Cusco, wo wir einige Tage verbringen werden und unter anderem die berühmte Inka Stätte des Machu Picchus besuchen werden. Ich hoffe enorm, dass wir zwei Schweizer die Höhenkrankheit nicht zu enorm zu spüren bekommen und unseren Aufenthalt geniessen können.
Nach Cusco und Machu Picchu, wollen wir mit dem Bus an den Titicacasee. Wir reisen über Puno nach Copacabana (Bolivien), besuchen möglicherweise die Islas del Sol (dt. Sonneninsel) und begeben uns danach nach La Paz (Regierungssitz von Bolivien aber nicht Hauptstadt). Von La Paz aus fliegen wir zurück nach Lima, wo wir uns bereits wieder für weitere vier Monate verabschieden müssen. Am 30. April werde ich in Cali (Kolumbien) ankommen und Simon fliegt für kurze Zeit zurück in die Schweiz, bevor er seinen Englisch Sprachaufenthalt in Santa Barbara startet.


3. Etappe: Von Lima aus geht es nach Cusco, nach dem Besuch des Machu Picchu reisen wir über Puno nach Copacabana, von da nach La Paz und von La Paz mit dem Flieger wieder nach Lima.

Ich bin überzeugt in den nächsten Wochen wieder enorm schöne Dinge zu sehen und zu erleben. Noch kann ich mir nicht vorstellen, was auf uns wartet aber das ist ja genau das schöne am Reisen, an neuen Ländern und an neuen Kulturen. Die Überraschung!

Kommentare:

  1. Ich bin gespannt auf eure Eindrücke von Lima und La Paz im Verhältnis zu Buenos Aires. Ebenfalls gespannt bin ich auf die Eindrücke von Cusco, Machupicchu und vom Titicacasee! Man hört ja viel von diesen Orten. Vor Ort sind die Erblebnisse wohl noch viel intensiver!

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  2. Danke für die tolle Beschreibung eurer Reise. Dies hilft uns nachzuvollziehen, wo ihr in etwa seid und was ihr als nächstes erlebt! Viel Spass, Vergnügen und das notwendige Glück!

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